Tannenbäume in Sekundenschnelle!

Intro: Bitte was? Weihnachtsdeko im Oktober? Lasst mich kurz erklären, dass ich diese Bäume im Zuge meines Ehrenamtes auf einer Jugendfarm genäht habe, damit diese auf dem baldigen Adventsmarkt verkauft werden können...

Hallo alle zusammen,

heute habe ich einen etwas anderen Blogpost für euch. Natürlich bekommt ihr eine Anleitung, dieses Mal sogar gleich 2!

Ich möchte euch nämlich zeigen, was der Unterschied zwischen einer (normalen) Nähanleitung und einer Nähanleitung für Anfänger ist. Für Nähanleitungen gibt es hunderte Blogs,  aber dieser hier ist extra für Anfänger. Ich gehe bei meinen Anleitungen jeden einzelnen Schritt durch und versuche alles anhand von Bildern zu demonstrieren. Natürlich dauert das alles viel länger und auch die Bildbearbeitung kann manchmal aufhalten. Aber ich finde, es gibt einfach zu wenig anfängertaugliche Anleitungen. Wenn euch meine Arbeit gefällt, dann lasst es mich bitte wissen! Und lasst es auch andere wissen, die eventuell Hilfe benötigen.

 

Also lasst uns mal loslegen:

Variante 1: Die "normale" Nähanleitung

Ihr benötigt:

- Schablonen (gedruckt oder selbst gezeichnet)

- 1 schönen Stoff

- Füllmematerial

- Webband

 

-Nähmaschine, Schere und co. setze ich voraus

1. Nachdem ihr mit Hilfe der Schablone 2 Stofflagen ausgeschnitten habt (Nahtzugabe bereits enthalten), legt die Stoffe rechts auf rechts und näht einmal drum herum. Lasst dabei unten eine Wendeöffnung frei.

2. Schneidet dann die Nahtzugaben zurück und die Ecken ein.

3. Wendet den Baum und arbeitet die Ecken heraus.

4. Den Baum befüllen und nach jedem Abteil dieses mit einem Geradstich verriegeln.

5. Das Webband falten und in die Wendeöffnung legen. Diese dann knappkantig absteppen.

 

Fertig!

Variante 2: Die Anfänger-Nähanleitung

Alles was hier zusätzlich zur "normalen" Anleitung geschrieben wurde, ist blau markiert.

Ihr benötigt:

- Schablonen (gedruckt oder selbst gezeichnet)

- 1 schönen Stoff

- Füllmematerial z.B. Füllwatte, Drogerie-watte, Schafswolle, etc.

- Webband

 

-Nähmaschine, Schere und co. setze ich voraus

1. Legt die beiden Stoffe rechts auf rechts (also mit den schönen Seiten zueinander) und fixiert sie mit 2-3 Nadeln. näht einmal drum herum, aber lasst dabei unten eine Wendeöffnung frei! (Ganz wichtig!)

 

Mein Tipp #1: Näht die Ecken ruhig etwas größer, dann sieht der Baum später schöner aus.

Falls ihr noch nicht wusstet: Ecken näht man am besten wie folgt...

2. Schneidet dann die Nahtzugaben zurück (aber passt auf, nicht zu viel wegzuschneiden!). Schneidet dabei an den spitzen Ecken den "umliegenden" Stoff zurück, damit dieser beim Wenden später nicht stört und die Ecke spitzer ausgearbeitet werden kann. Für die umgekehrten Ecken schneidet ihr den Stoff ein, damit er sich der Form anpassen kann. Ich hoffe das folgende Bild erklärt, was ich meine:

3. Wendet den Baum durch die Wendeöffnung und arbeitet dann die Ecken heraus.

 

Mein Tipp #2: Dazu eignet sich so ein Nagelstäbchen aus Holz. Nehmt aber nicht die Spitze Seite, da ihr sonst Löcher in die Ecken macht.

4. Den Baum befüllen und nach jedem Abteil dieses mit einem Geradstich verriegeln.

 

Mein Tipp #3: Für sichtbare Nähte lieber einen Stich mit höherer Stichlänge verwenden (sieht schöner aus). Ich habe hier 3 genommen.

 

5. Das Webband falten und in die Wendeöffnung legen. Legt nun die Stoffkanten nach innen, richtet das Webband mittig aus und steppt dann knappkantig drüber (das heißt so nah am Rand wie nur möglich).

 

Fertig!

So oder so kommt ihr dann zu diesem Ergebnis!

 

Ich würde mich wirklich tierisch freuen wenn ihr mir kurz ein Feedback geben könntet:

 

Welche Anleitung ist für euch hilfreicher?

Bitte einfach ein Kommentar da lassen mit eurer Meinung. :)


Danke und Liebe Grüße,

Jasmin

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Kommentare: 14
  • #1

    Ute Strater (Montag, 17 Oktober 2016 22:55)

    Für Anfänger ist sicherlich der 2. Text besser zu verstehen. Für Jemanden mit ersten Kenntnissen reicht der 1. Text.
    Mit dem 2. Text können sogar Kinder (natürlich unter Anleitung von Erwachsenen) schönen Weihnachtsschmuck selbst herstellen.:-D

  • #2

    K.English (Montag, 17 Oktober 2016 23:17)

    Bei dem ersten Bild mit den Nähfüsschen drauf: Sollte es da nicht Nadel im Stoff lassen heißen? Mit “Füsschen stecken lassen“, täte ich als Anfänger evtl. Nicht viel anfangen können.

  • #3

    Sam (Montag, 17 Oktober 2016 23:28)

    Bin kein absoluter Anfänger mehr, hätte mich beim ersten ausgekannt, fand aber dennoch die zweite schöner, vorallem weil man dann wieder an alles notwendige denkt :). Also für Anfänger fix die zweite Anleitung :)

  • #4

    Bella (Dienstag, 18 Oktober 2016 05:51)

    Also ich als blutige änfängerin finde die 2 Anleitung super. Man braucht hier nicht nebenbei Google fragen

  • #5

    Sandra Kruzius (Dienstag, 18 Oktober 2016 06:03)

    Die Zweite fand ich super. Die Fragen, die ich beim Lesen in der Ersten Beschreibung hatte, waren geklärt, als ich die Zweite las. Manche Beschreibung zu Viel, aber hilfreich.

  • #6

    Brigitte (Dienstag, 18 Oktober 2016 06:51)

    Für mich als Anfänger ist die zweite Anleitung eindeutig die hilfreichere. Toll zu machen :-)
    Liebe Grüsse

  • #7

    Sabine (Dienstag, 18 Oktober 2016 07:13)

    Hallo Jasmin, die zweite ausführliche ist besser. Wie bella schreibt muss man nicht Google fragen. Wenn man nähen kann benötigt man nur den Schnitt.... Den Rest "sieht"man ja ;)
    Danke für deine Mühe
    LG Sabine

  • #8

    Hämmerli Regina (Dienstag, 18 Oktober 2016 07:36)

    Riesen unterschied. Beim Punckt 2. Ist sehr viel info auf einem bild . Es wäre hilfreich mit links ist wegschneiden und rechts ist einschneiden erklärt. Oder 2 Bilder zum beschreiben. Merci für die tolle Erklärung.

  • #9

    Andrea (Dienstag, 18 Oktober 2016 07:40)

    Hallo,
    ich finde die 2. Anleitung super. Bin zwar keine blutige Anfängerin mehr, aber eine sehr virsichtige Näherin. Kontrolliere immer alles 2-3x. So verständliche Anleitungen geben definitiv Sicherheit. Vielen lieben Dank

  • #10

    Andrea (Dienstag, 18 Oktober 2016 07:43)

    Ich bin kein blutiger Anfänger mehr, daher hätte mir der 1. Text vollkommen gereicht. Aber für totale Anfänger sind auch Kleinigkeiten wichtig. Man hat am Anfang so viel im Kopf, da ist man über jeden Tipp heilfroh. Toll gemacht, danke dafür.

  • #11

    Irene (Dienstag, 18 Oktober 2016 08:09)

    Bin kein Anfänger mehr, daher fand ich Teil 1 ausreichend, da es dort ja auch schon Bilder gab, aber Teil 2 ist für Anfänger super erklärt, so dass es sicher jeder versteht.

  • #12

    Ala La (Dienstag, 18 Oktober 2016 10:12)

    Mir würde die erste Anleitung reichen, so groß finde ich den Unterschied nicht, das mag aber auch am nähobjekt liegen. Danke für die Mühe die du dir gemacht hast!

  • #13

    Sabine* (Dienstag, 18 Oktober 2016 12:50)

    Juhu!
    Schöne Idee! Aber ich würde mir gar nicht die Mühe mit zwei Anleitungen machen. dann lieber direkt mehr Mühe bei der ausführlichen Anleitung. Diejenigen, die schon (gut) nähen können, schauen eh nur noch auf die Bilder oder das Endergebnis, bzw. blenden die Erklärungsschritte aus, die sie nicht mehr brauchen.
    Ganz <3liche Grüße, Sabine*

  • #14

    Sonja (Dienstag, 18 Oktober 2016 17:38)

    Für Anfänger ist die zweite Anleitung prima erklärt. Davon hätte ich mir mehr gewünscht als ich selbst angefangen habe